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Zitieren leicht und richtig gemacht

Spätestens bei der Bachelorarbeit oder Masterarbeit erwischt es Jeden kalt, der im Laufe des Studiums nicht gelernt hat, wie man richtig zitiert. Es stellt sich bei manchen Studenten sogar die Frage: Wieso muss ich eigentlich zitieren?

Diese ist schnell beantwortet. Sobald Du fremdes Gedankengut in Deiner Arbeit verwendest und dieses nicht mit der Herkunftsquelle kennzeichnest, ist es ein Plagiat und das kann ganz rasch dazu führen, dass Dich Dein Betreuer durchfallen lässt und Du die Arbeit nochmal schreiben musst.

Wie zitiere ich richtig?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Zitation. Am meisten verwendet werden das Zitieren in Fußnoten oder die Harvard Zitierweise, bei der man direkt nach dem Zitat im Text zitiert.

Der Beleg besteht mindestens aus dem Nachnamen des Verfassers, dem Erscheinungsjahr des Werks und der Seitenzahl. Die Vorgaben der Lehrstühle sind total unterschiedlich und Du solltest Dich immer vergewissern, was bei Dir an der Uni gewünscht wird.

Was muss ich zitieren?

Grundsätzlich kann man beim Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten, zu denen auch Hausarbeiten, Seminararbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen gehören, wörtliche Zitate und sinngemäße Zitate unterscheiden.

Wörtliche Zitate geben den Inhalt eines Textes wortwörtlich wieder. Das wird meistens bei Begriffsdefinitionen gemacht oder bei Inhalten, die so komplex und auf den Punkt formuliert sind, dass man sie nicht in eigenen Worten wiedergeben kann. Wortwörtliche oder auch direkte Zitate werden in Anführungszeichen – „Gänsefüßchen“- gesetzt.

Sinngemäße Zitate lehnen sich nur gedanklich an den Inhalt an und geben diesen in eigenen Worten wieder.

Zitiert werden kann alles, was nicht Dein eigenes Gedankengut ist. Das kann sein: Fachliteratur, Zeitungsartikel, Internetinhalte. Was niemals zitiert werden sollte ist neben unseriösen Internetquellen Wikipedia. Wikipedia hilft uns zwar oft weiter und kann komplizierte Sachverhalte in einem Überblick wiedergeben und super gut erklären, aber leider wird es von fast keinem Prof als zitierfähig angesehen. Also besser die Finger davon lassen.

Zitieren – Wo kommt der Punkt hin?

Eine weit verbreitete Frage ist die folgende: Wo setze ich den Punkt beim Zitieren? Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn Du direkt zitierst, also wortwörtlich, dann ist der Punkt genau da, wo er im Originalzitat ist. Regel ist, dass er dann innerhalb der Anführungszeichen steht. Wenn ein direktes Zitat nur zum Teil verwendet wird und in einen eigenen Satz integriert wird, dann kommt das Fußnotenzeichen an das Ende der direkt zitierten Stelle und der Punkt ganz an das Ende des Satzes. Das kann z.B. so aussehen:

Beispiele für Zitate:

Wörtliches Zitat: „Virtual Reality ist das Ergebnis einer computerbasierten Simulation.“ Hier folgt nun das Fußnotenzeichen oder die Klammer mit der Quelle.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „[…]Virtual Reality […] das Ergebnis einer computer-basierten Simulation [ist]“. Hier folgt nun wieder das Fußnotenzeichen oder die Klammer mit der Quelle.

 

Eigentlich ist zitieren ganz einfach, oder? Man muss es nur üben, wie alles andere auch. In unseren Coachings bringen wir den Studenten bei, wie man richtig nach den Vorgaben ihrer Hochschule zitiert.

Weitere Regeln zum richtigen Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten findest Du im nächsten Blogbeitrag.

— 2 Comments —

  1. Vielen Dank für Ihre Bemerkungen.
    Manchmal ist es ganz schwierig, auf solche Details achten. Besonders danke für ein Beispiel. Ich habe noch eine Frage: wenn ich nur ein Teil des Zitats verwende, muss ich es anzeigen? Oder ist es nicht obligatorisch?
    Ich warte auf den nächsten Blogbeitrag.

    • Vielen Dank für Deinen Kommentar. Sobald Du einen Teil des Textes zitierst, dann musst Du es auch angeben. Man setzt dann Auslassungszeichen für die Textteile ein , die im Zitat micht auftauchen. Viel Erfolg beim weiterarbeiten!

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