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Fehlende Motivation bei Klausuren, Hausarbeiten und der Bachelorarbeit

Dir fehlt die Motivation bei Klausur, Hausarbeit und Bachelorarbeit?

Die Idee für diesen Blog Post entstand als ich auf Facebook ein Foto mit einem lernenden Studenten gesehen habe, der zwischen seine Lernunterlagen, die jeweils nach Fach sortiert waren, als kleine Motivation eine Flasche Bier gestellt hatte. Das brachte mich zu der Überlegung, was Menschen und vor allem Studenten während ihrer Lern- und Vorbereitungsphase auf Klausuren, Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten wohl motiviert.

Wenn ich an mein eigenes Studium zurück denke, dann war meine Motivation ganz einfach. Ich hatte einen kleinen Sohn und da ich ihn allein versorgte, musste ich nachts lernen, wenn er schlief. Die Motivation war also ganz klar: das Lernen musste abgeschlossen sein, wenn mein Kind aufwachte. Das bringt nun die unter euch nicht weiter, die kein Kind haben, deswegen möchte ich in diesem Post ein paar Überlegungen anstellen, wie man sich für Klausuren, Hausarbeiten und auch für Abschlussarbeiten motivieren kann.

Ein klares Ziel

Das Ziel ist ja meistens ziemlich klar vorgegeben, man hat zum Beispiel am Ende des laufenden Semesters fünf Klausuren und zwei Hausarbeiten abzuliefern. Nur: Wie kommt man dorthin? Schließlich gibt es noch eine Menge anderer Dinge, die auch wichtig sind und Zeit brauchen: Freunde, Sport, Hobbys, Partys, die Freundin oder der Freund und so weiter. 

Nicht zuletzt habe ich immer wieder Studenten im Coaching, die auf Reisen gehen um zu lernen. Ist das sinnvoll?

Die Antwort ist JA. 

Es gibt bei der Erreichung von Zielen aus meiner Sicht nur eine einzige Regel: du musst herausfinden, was für dich funktioniert.

Wie habe ich in der Vergangenheit ein Ziel erreicht?

Wenn du mal darüber nach denkst in deiner Vergangenheit wenn du eine wichtige Sache zu erledigen hattest, ein Beispiel fällt dir dazu sicher ein und wenn du an dieses Beispiel denkst, wie hast du es damals geschafft? Was hat dich damals in dieser ganz bestimmten Sache motiviert? Die meisten Menschen sind sich nicht im klaren darüber, wo ihre eigentlichen Stärken liegen und welche Kraft im Bewusstsein diese Ressourcen liegt. Wenn du es einmal auf eine bestimmte Art und Weise geschafft hast, wenn du einmal damit erfolgreich warst, dann kannst du es auf genau dieselbe Art und Weise wieder schaffen.

Wie erreiche ich mein Ziel in der Gegenwart?

Vielleicht wirst du jetzt sagen: das hört sich ja ganz toll an, aber wie mache ich es genau? Ich erkläre dir nun, wie es geht: 

Motivationsübung zur Zielerreichung im Studium

Setze dich an einen ruhigen Platz. Du kannst leise Musik anmachen, wenn Dich das entspannt. Die Übung besteht aus drei Schritten.

1.Schritt zur Motivation:

Nimm dir ungefähr 10-15 Minuten Zeit, in denen du ungestört bist. Dann geht dein Leben durch. Du kannst damit beginnen als du ein kleines Kind warst bis zum heutigen Zeitpunkt oder du kannst auch vom heutigen Zeitpunkt zurückgehen bis an die letzte Erinnerung, die du aus deiner Kindheit hast. Suche nun nach Erinnerungen an Ereignisse, wo ist darum ging ein Ziel, dass du dir gesetzt hattest, zu erreichen. Das kann zum Beispiel sein, dass du in der dritten Klasse in den Bundesjugendspielen unbedingt Erster werden wolltest und jeden Nachmittag wie verrückt im Garten deiner Eltern Weitsprung geübt hast, jeden Tag 50 mal ums Haus gerannt bist, um deine Sprintfähigkeiten zu erhöhen jeden Abend im Bett lagst und dir überlegt hast, wie toll das sein wird, wenn du endlich diese Goldmedaille in der Hand hältst. Kinder machen das klasse. Wir Erwachsenen müssen uns diese Art uns zu motivieren oft wieder erneut antrainieren. 

Wenn du eine von diesen wertvollen Erinnerungen gefunden hast, dann geh ganz tief rein und hol dir diese Bilder aus der Vergangenheit her, sehe dich, sehe deine Umgebung in allen Farben, sehe die Menschen, die beteiligt waren. Sieh das Licht, die Sonne, wie sie auf den Sportplatz schien zum Beispiel und bleib einen Moment in diesem Gefühl von damals. 

 

2. Schritt zur Motivation:

enn du das Gefühl gefunden hast und genossen, dann überleg dir dazu ein Wort, das du mit diesem Gefühl verbindest. Das kann so etwas wie Erfolg sein oder Sport oder Sonne oder was dir gerade passend erscheint. Wenn du das Wort gefunden hast, dann geh wieder in das Gefühl und sage dir für dich dieses Wort und schau was passiert. Spüre, ob das Gefühl stärker wird. Wenn das nicht der Fall ist, dann suche ein anderes Wort.

 

3. Schritt zur Motivation: 

Die dritte Zutat für diese Motivation sübung ist eine Bewegung. Finde eine Bewegung, die zu dem Gefühl und zu dem Wort für dich stimmig ist. Das kann auch eine ganz kleine Bewegung sein, ein Schulterzucken zum Beispiel, eine kleine Kopfbewegung oder eine kleine Handbewegung, es muss nichts Großes sein. Es kann aber auch etwas Großes sein, zum Beispiel, dass du mit beiden Armen einem großen Kreis machst und ein Schritt nach vorne gehst (dazu musst du natürlich von deinem Stuhl oder dem Sofa aufstehen). Wenn du die Bewegung gefunden hast dann geh wieder in das Gefühl, sag dir das Wort und mach dazu die Motivation s-(Hand)bewegung.

Ist das Gefühl stärker geworden? Bist du in dem Gefühl der Motivation von damals? Wenn das der Fall ist, dann kannst du dies nun anwenden. Du hast deine Prüfung vor dir und weißt nicht, wie du es schaffen sollst. Du hast keinen Bock zum lernen und schreiben. Konzentriere dich auf die Prüfung und gleichzeitig holst du das Gefühl, sagst das Wort und machst die Handbewegung. Nun kannst du beobachten, wie sich deine Einstellung gegenüber der Prüfung verändert. Und ich bin mir sicher, genau wie damals werden dir Möglichkeiten einfallen, dich auf diese Prüfung vorzubereiten und zwar so vorzubereiten, dass du damit genauso erfolgreich bist wie damals in der dritten Klasse als du unbedingt die Goldmedaille wolltest. 

Probier es aus! Ich habe es schon oft gemacht und es funktioniert. Die Motivation kommt- versprochen!

Viel Erfolg bei der nächsten Prüfung!